Ursula Adrian-Rieß

Cornelia Enax

Ulrich Schmidt-Contoli - 3 Preis

Rainer Lehmann

Sabine A. Hartert

Cornelia Harss - 1. Preis

Alexandra Hinz-Wladyka

Eva Jepsen-Föge

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Robert Leiste

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Volker Tenner

Marianne Lemmen

Rosmarie Feuser

Rolf Mallat

Stephan Maria Glöckner

Hardy Rieger

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Ricarda Rommerscheidt

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Charlotte Schwarz-Sierp

Christine Theile

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Dieter Wessinger

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Stefan Zajonz

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Michael Zöphel

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Background
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Digitale Einsamkeit

In meiner Bildcollage ist es der Roboter, der in die Zukunft läuft. Der Mensch gerät in den Hintergrund. Die Farben sind müde. Zwischen Mensch und Roboter entsteht so etwas wie ein Vakuum und deutet Erschöpfung an. Alles befindet sich am Rande der Erschöpfung.

 

Das Bild soll zum Ausdruck bringen, dass sich die Wahrnehmung der Welt in kaum noch fassbarer Weise verändert, sowie das menschliche Bewusstsein sich radikal verändert.  Die künstliche Intelligenz wird am Ende übernehmen, so lautet die Zukunftsvision. Intelligenz steht für logische Prozesse und nicht für Bewusstsein, welches auf Erlebnissen und Erfahrungen basiert.

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Nach digital kommt Monica. Die Geheimnisse des Lebens sind analog. Nach NSA erfährt die Schreibmaschine eine Renaissance. Was ist vertraulicher als eine mit 256 Bit verschlüsselte Nachricht? Meine Monica. Niemand zeichnet ihre Tastenbewegung auf, niemand liket, niemand followt oder spioniert gar ihre Buchstabenhämmer aus. Während Marc die Kamera seines Laptops zuklebt, schnattert meine Monica munter mit ihrer Courier Festschrittschrift und lässt auch schon mal ein kesses „Verpixelt Euch!“ raus. Ja verpixelt Euch! Ihr Datenjäger und -sammler. Was immer Ihr herausbekommt mit Euren digitalen Algorithmen: Es ist nie die Wirklichkeit.

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Almuth Leib

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Verwandlung  - Vom Greifbaren zur Cloud -  2019

Foto-/Materialcollage auf Alu-Dibond

65x90cm

 

 

… alles verwandelt sich, die Handschrift, die Handarbeit,

die Greifbarkeit lösen sich auf in nicht mehr begreifbare

Zahlen und Daten, steigen auf in eine abstrakte Cloud!

Schöne neue Welt?...

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Panta rhei – Alles fließt. Die Schöpfung befindet sich in einem permanenten Wadel und alles Lebendige ist gezwungen, sich diesem Wandel zu stellen. Der Mensch scheint als einzige Spezies die Fähigkeit entwickelt zu haben, diesen kosmischen Mahlstrom zu beherrschen, zumindest auf den winzigen irdischen Maßstäben, dort jedoch mit existenziellen Folgen. Die heute existenzbedrohenden Herausforderungen sind menschengemacht. Der tiefgreifendste Wandel ist heute die umfassende Transformation in eine digitale Gesellschaft, gesteuert durch Algorithmen und BigData, getrieben durch einen geradezu pathologischen Zwang zur permanenten Selbstoptimierung und Effizienzsteigerung. Berauscht von dem scheinbaren ökonomischen Erfolg dieser Transformation, werden die katastrophalen gesellschaftlichen Folgen verdrängt, ist doch die gegenwärtige Polarisierung der Gesellschaft und der Rückfall in fatale ideologische Denkblockaden das Spiegelbild des Verfalls in binäre Denkmuster. Algorithmen kennen keine Zwischentöne. Sie trennen in Eins und Null, in Schwarz und Weiß, in Sein und Nichtsein. Mein Werk spielt mit dem Mitteln der binären Sprache und untersucht die Implikationen von Transformation und Rücktransformation formaler Modelle und ihres realen Gegenstandes durch Visualisierung ihrer tatsächlichen physischen Substanz.

 

Background
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Sabine A. Hartert - Zeitgleich Zeitzeichen

Im heutigen Leben spielt sich vieles digital ab: alle Bereiche des Lebens sind durchdrungen von der Digitalität. So auch in Valencia.

Aber es gibt auch „analoge Oasen“. In vielen Straßen der Altstadt gibt es Häuser, die vom Zerfall bedroht sind, Netze sollen Passanten vor herunterfallenden Fassadenteilen schützen. Über Nacht entstehen auf den brach liegenden Wänden neue Graffiti. Auch wenn heute Architektur und Bauwesen überwiegend digital gesteuert sind, beim „Rückbau“ wird mit althergebrachten Werkzeugen hantiert. Auch die Graffiti-Sprayer, die tagsüber emsig mit ihren Handys agieren, schalten im Schutze der Nacht auf Spraydosen und ihre Intuition um. Ein schönes Beispiel, wie ein vermeintlicher Rückschritt auch zu einem Neuanfang werden kann

 

In meinen Malereien überzeichne ich den rasanten Fortschritt moderner Kommunikationsformen der für manche zu rasch voran geht. Auch die Kommunikationsform der Buschtrommel zeigt, dass es vor Whats App und Twitter Verständigungsmöglichkeiten gegeben haben muss. In meinen Bildern von 2017 und 2018 setzte ich mich mit der Bedeutung der Malerei auseinander. Landschaftsmaler in der Wildnis werden gezeigt, die man heute nur noch in Gestalt von Hobbymalern von VHS Kursen antrifft. Richtige Künstler fassen keinen Pinsel mehr an, nur noch Einfaltspinsel.

 

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Background

Wir befinden uns in der Ära der Postdigitalität und die aktuelle Debatte über den Vertrauensverlust in die digitale Welt verändert unsere Wahrnehmung. In diesem Bewusstsein einer immer komplexeren und widersprüchlichen Sicht auf die Wirklichkeit entstand meine Fotografische Serie „scratch - views“. Den Blick auf das nicht Sichtbare zu richten, es zu hinterfragen, ist der erste Schritt der digitalen Revision, die jetzt vor uns liegt, denn Postdigitalität bedeutet nicht das Ende digitaler Anwendungen, sondern das Ende der alleinherrschender Digitalität.

 

Background
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TRAVELING WITHOUT MOVING Pa.3
Es ist der Versuch aus dem Glaskäfig des Alltags auszubrechen.
Gewollt oder ungewollt?
Es bleibt dem Betrachter überlassen seine Sehweise zu erarbeiten oder zu Interpretieren.

 

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Portrait-Feuser
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Bei der Entstehung meiner Bilder finden verschiedene Bildmotive Verwendung, die aus dem Internet, TV oder den Printmedien zusammengestellt sind.

Wenn ich in dieser Bilderflut Motive entdecke und daraus ein Gemälde entsteht, hat dieser Vorgang etwas mit Entschleunigung, Konzentration und Aufwertung zu tun.

Die Fotografie hat immer noch den Charakter des Authentischen. Der Mensch auf dem Foto ist „echt“. Diesen Vertrauensvorschuss nutze ich in meinen Bildern aus.

Ich möchte, dass sich der Betrachter mit den Figuren identifiziert. Meine Arbeit besteht dann anschließend darin, das erlangte Vertrauen wieder zu erschüttern, Fragen aufzuwerfen, Wirklichkeiten zu relativieren. Um die Realität in Frage zu stellen, muss ich als Maler, wenn nötig, sehr realistisch arbeiten – sonst funktioniert es nicht. 

In meinen Bildern gibt es keine klaren Aussagen. Überblendungen bzw. Gegenüberstellungen verschiedener Bildsequenzen lassen  widersprüchliche, manchmal dadaistische Bildsituationen entstehen.

Nichts ist wie es scheint, und jede Realität hat viele Wahrheiten.

 

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Stephan Marie Glöckner
Titel: Alpha & Amega
100x160 cm
Acryl + Lackstifte auf Leinwand

Das Alpha und das Omega; gegeneinander gespiegelt, ineinander verwoben, aus dem Lot.

Belegt im feinster intuitiv gezeichneter Struktur. Alles was ist; aus dem Gleichgewicht? Fest verankert in der Zeit? Und doch zeitlos. Alles gleichzeitig. In diesem Moment.

 

HARDY RIEGER Digital-Artist

Seit nunmehr 27 Jahren erstelle ich auf meinen Rechnern Digital-Collagen. Seit einigen Jahren stelle ich diese unter dem Titel “Böse Bilder” aus. Die meisten meiner Arbeiten nehmen soziale und politische Missstände unter die Lupe und regen oft zu lebhaften Diskussionen an, z.B. der Papst zählt als Onkel Dagobert seine Goldbaren,

Trump zu Besuch bei Piranhas, Erdogan versinkt im Treibsand während Geier ihn umkreisen usw. Die Tragödie der ”Concordia” habe ich knapp verpasst (siehe unten), ich hatte das Vergnügen, den Kapitän eine Woche zuvor kennenzulernen. Er geistert immer noch einige Male auf dem Todeswrack herum.

 

„Mein erster Partner / Meine erste Partnerin / Mutter Erde / Mutterboden“

In der Contact Improvisation (zeitgenössische Tanzform) wird der Boden als der  erste (Tanz-) Partner definiert. Dies inspirierte mich zum Titel meiner Arbeit. Bereits in der frühkindlichen Entwicklung erforschen wir mit den Händen den Boden, den Sand, den Matsch. Wir drücken, schieben, kratzen mit den Händen, rutschen und rollen mit dem ganzen Körper - erleben und lernen vieles, was wir auch im menschlichen Miteinander erfahren: Wärme, Kälte, Weichheit, Härte, Verletzungen. So wie die Egge Furchen in den Boden reißt, hinterlassen auch wir unsere Spuren. Heute rufen wir Daten durch Fingerwisch-Bewegungen über ein Smartphone ab. Eine glatte, wenig reizvolle Oberfläche. Wir leben virtuell.

 

„Vernetzt“, 2013, 50/70 cm, Fotocollage, Folie, Ölfarbe, Papier
„Kontaktaufnahme“ 2015, 30/20 cm, Fotocollage, Folie, Zeichnung, Papier

Beide Werke beziehen sich auf die durch digitale Medien beeinflusste Fähigkeit, bez. Unfähigkeit zur menschlichen Kommunikation.
Auslöser hierfür war die Wahrnehmung der zunehmenden Entfremdung der Menschen durch die ständige Anwesenheit und Verfügbarkeit von Handy und Internet und die daraus resultierende Isolation des Einzelnen.
In beiden Werken verfangen sich die Protagonisten im Gewirr der Kabel von Netzen, diese sind sowohl analoge, wie auch digitale Netze. Bei „Vernetzt“ sind es die (analogen) Stromleitungen für die Verkehrsversorgung, bei „Kontaktaufnahme“ sind es Wurzelfasern von Algen, die die Lebensversorgung garantieren. Die Wahr-nehmungsfähigkeit der Protagonisten konzentriert sich ausschließlich auf das digitale Medium. Eine menschlich-persönliche Kontaktaufnahme wird verhindert. Die nicht mehr vorhandene Iris und Pupille der Augen symbolisieren die Veränderungen, die im alltäglichen Kommunikationsprozess durch die digitalen Medien - bis zur Blindheit - stattfindet. Lebensprozesse werden nicht mehr durch eigene Wahrnehmung gestaltet, sondern weitgehend durch die „Konserve“, die über die digitalen Medien transportiert wird, gesteuert.

 

„Menschen, Individuen, Nutzer von Google, Facebook, Apple, Apps und QR-Codes, Cookies inklusive. Wir Menschen haben uns technisch hochkomplexe Werkzeuge geschaffen, doch nun, so scheint es, bestimmen eben diese Werkzeuge und ihre Erfinder uns. Deutlich wird, dass allgegenwärtige elektronische Kommunikationsmittel und ständige Erreichbarkeit unser Verhalten beeinflussen.
Die Farbgestaltung suggeriert „heile Welt“ – Spiegelbild der Unbekümmertheit mit der wir uns auf immer neue elektronische Möglichkeiten einlassen, sie nutzen, meist ohne die unsichtbaren Risiken wahrzunehmen. In meiner Arbeit zeige ich die Ambivalenz digitaler Kommunikationsmittel auf, die, entgegen ihrer ursprünglichen Intention, etwas Trennendes und – wie man mittlerweile weiß –  Überwachendes in sich bergen.

 

Orte der Stille, I – III

Den kreativen Lebensweg und die primären Erfahrungswerte bestimmen häufig Orte. Im realen wie auch im virtuellen Territorium kommt es immer auf die Genese des Bild- und Handlungsmotivs an. Das denkende Bewusstsein will demnach transparent gehalten werden. Nicht Simulation, sondern Orientierung ist von tragfähiger Dauer. Mein foto-grafisches Themenkreis Orte der Stille behandelt jene Stätten, wo stilles Erleben (Ort) ins Meditieren wirkt; über dieses hineinwirkt in die unbegrenzte Speicherplatzkapazität.

 

Background

Statt mit digitaler Bildbearbeitung „Lightpaintings“ zu erstellen, schaffe ich mit analogen (Taschenlampe und Tubes) und digitalen (programmierbare LED-Leiste) Hilfsmitteln in einer Langzeitbelichtung Lightpaintings. Orte werden zu Kunstwerken, die man selbst beim Entstehen nicht so wahrnehmen kann, wie sie später – durch die Langzeitbelichtung – im Bild zu sehen sind. Eine Idee – Inszenierung wird mit Gedult, Ausdauer und Präzision zu dem, was ein fertiges Lightpainting ausmacht.

 

Digitalisierung ist ein Schlagwort, eine Haltung, für viele ein Ziel, für manche der Quell allen Übels.

Digitalisierung ist nicht mehr Zukunft, sie ist Gegenwart und Alltag.

Der Mensch passt sich jedem Zeitalter an - und doch bleibt er immer

der gleiche. Davon erzählen meine Bilder.

 

Kommt ein Vogel geflogen …

Im Volkslied überbringt der Vogel von der Mutter einen Gruß.

In vielen Kulturen wurde die Brieftaube verehrt und als Botschafter eingesetzt. Zu allen Zeiten nutzten Menschen ihren guten Orientierungssinn zur Überbringung von Nachrichten. So halfen sie auch bei der Kriegführung und Spionage. Die Brieftaube hat Weltgeschichte geschrieben. Für sie wurden sogar Denkmäler errichtet.
Im digitalen Zeitalter könnte die Brieftaube eine Renaissance erleben. Die Nachrichten, die unter ihrem Federkleid versteckt werden, können nicht gehackt werden.

 

„Arial, Eras Bold + + + trifft auf Handwerk“

Den Alltag ohne Einsatz technischer Hilfe/Unterstützung zu leben, ist dies überhaupt noch möglich, denkbar? Ein Segen, Fortschritt, Fluch?  -  Die Bandbreite der Antworten fällt riesig und häufig auch konträr aus.
In allen Sparten der Kunst stellt man dies ebenfalls fest: Neue Wege werden/wurden beschritten, erst ermöglicht durch stetige Weiterentwicklungen.
Meine Arbeiten zeigen, wie sich die Verbindungen „alt/neu“  -  „Technik/Handwerk“ zusammen führen lassen. Technik als Hilfsmittel/Ergänzung des Handwerklichen oder umgekehrt?

Ferner geht der Ausstellungsort „Alte Druckerei“ in meine Überlegungen mit ein, da die Typografie mich (fast) ein Leben lang begleitet. Ich arbeitete mit und für den Ort.

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Hendrik Plönes - 2. Preis

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Zur Artenschutzkonferenz in Genf haben Vertreter aus 183 Nationen Bedrohte Tierarten unter Schutz gestellt. Anträge von afrikanischen Ländern für Elfenbein und Nashorn den Handel zu erleichtern, wurden abgelehnt. Über die Forderung des totalen Handelsverbots, ausgerechnet von den ehemaligen Kolonialherren waren mehrere Regierungen im südlichen Afrika derart erbost, dass sie aus dem Abkommen austreten wollten. Die Länder wollten die Stoßzähne jetzt international zu Geld machen. Tierschützer sagen, wenn Elfenbein wieder legal zu haben ist, wachse die Nachfrage, und wieder die Wilderei.
Ziel ist es die Abstruse Nachfrage nach Elfenbein und Nashorn zu stoppen. Solange aber Lieferanten für den irrsinnigen Handel mit internationaler Vernetzung nicht dabei sind, werden alle Bemühungen der Tierschützer zum Scheitern verurteilt sein.

 

Laura Lambertz

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Lukas Zimmermann

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Außerhalb von Rahmen und Räumen denken

Video: HD, Found Footage, 16:9, Farbe, Ton, 3:58 min, Loop
Die digitale Entwicklung schreitet voran. Was jetzt noch wie Science-Fiction erscheint, ist morgen vielleicht schon Alltag. Und wofür wir heute noch externe elektronische Geräte benötigen, wird in Zukunft vermutlich bereits implantiert sein. Körperteile, Funktionen und Prozesse werden mit Hilfe von Nano-Technologie und 3-D-Gewebe-Druck ersetzt. Künstliche Intelligenzen werden am Ende schneller, besser und zuverlässiger funktionieren als der Mensch unserer Tage. Wann werden wir wohl vollständig durch optimierte digitale Personen ersetzt und damit gänzlich überflüssig geworden sein? Ich zeichne in meinem Video „Upgrading“ eine Vision, wohin uns die digitale Technik eines Tages führen kann. Dazu verwendet ich vorgefundenes, zukunftsweisendes Youtube-Material, welches ich mit Szenen kombiniere, in denen ich selbst als ein Wesen auftauche, welches versucht, seinen Standpunkt zwischen Natur und Technik sowie Realer und Virtueller Welt zu definieren.

Adrian Paxmann

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